22. Juli 2021

Bitte entschuldigt, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe bzw. nichts hier gepostet wurde. Es gibt einen einfachen Grund - es gibt nicht viel zu berichten. Von diversen Korrekturen, Zeichenfortschritten  oder ob ich jetzt da oder dort einen Strich mehr gemacht oder gelöscht hab zu berichten, is eher langweilig. 

Interessant wird es allerdings, wenn ein Probebau schön langsam fertig wird. Ihr ahnt es wahrscheinlich eh schon - die F-14 geht in die finale Phase. ENDLICH!!!! Was ich seit dem letzten Post alles geändert hab, erzähl ich gar nicht - im Grunde is es ein neues Modell. Aber da bin ich selber schuld, dass alles so gekommen ist. Ich hab mich von Anfang an nicht an die Reihenfolge, die ich üblicher Weise habe, gehalten. Aus Chaos mag Ordnung entstehen, nur dauert es ....


Was gibt es jetzt dazu zu sagen? Gleich vorweg - das is kein Anfängermodell. Speziell der Lufteinlass und die Verkleidung um die Tragflächen sind für GELI Verhältnisse schwer zu bauen. Keine Angst, es geht schon, aber man sollte vorher alles trocken probieren und sorgfältig arbeiten. Alles andere ist im "üblichen Rahmen". Was es definitiv nicht gibt, ist ein synchroner Schwenkmechanismus für die Tragflächen. Einzeln is es natürlich möglich. Ich hatte sowas vor, aber  es geht sich vom Platz einfach nicht aus. Andererseits, wer steht den ganzen Tag beim Modell und bewegt die Tragflächen? Genau, niemand.

Fahrwerk, Schleudersitze usw. muss ich noch machen, da gibt es das nächste Mal Fotos.

Ein weiteres Modell hab ich Anfang Mai gebaut - die Do 17Z. War auch ein notwendiger Probebau, weil hier der Anstrich neu ist.




Und dabei hab ich wieder etwas gemacht, das ein kleines Markenzeichen von mir ist - Cockpithauben ohne "Verglasung" bauen. Der Grund is ganz einfach erklärt, ich bin völlig untalentiert, das sauber zu machen. Warum ich das in all den Jahren nie wirklich zusammen gebracht habe - ich weiß es nicht. Egal, die 17Z gefällt mir auch so.

So nebenbei werkel ich an der Sea Vixen herum, die ich schon einmal vorgestellt habe. Die Abwicklungen sind so gut wie fertig und als nächstes folgt dann der Anstrich. Davon gibt es dann vielleicht das nächste Mal etwas mehr zu sehen.

7. Mai 2021

Mai .... meist ein Monat, in dem die Natur förmlich zu explodieren beginnt. Alles blüht, alles gedeiht, Wonnemonat, alles neu macht der Mai... 

Heuer ist alles anders. Der kleine Quälgeist hat uns noch immer im Griff, auch wenn es langsam wieder in Richtung "Normalität" geht und leider jener Monat, in dem ich erst erfahren habe, dass jener Mann, weswegen ich hier schreibe und diesen Blog "betreibe" verstorben ist. Karl Wittrich, der Gründer von und Konstrukteur der GELI Modelle ist bereits am 29. April im hohen Alter von 96 Jahren verstorben.

Welche Bedeutung er für mich und viele Modellbaukollegen hat und hatte, wird wahrscheinlich nie wirklich "messbar" sein. GELI Modelle haben uns seit der Kindheit begleitet und manche haben vielleicht nach einer jahrelangen Pause, wieder die Freude daran gefunden. Und wenn mich, so wie es mir neulich passiert ist, jemand an einer Ampel aus dem danebenstehenden Auto anredet und fragt, ob es GELI noch immer gibt, dann weiß man, dass diese Modelle und damit Karl Wittrich nicht vergessen sind.

Ein etwas seltsames Gefühl hat sich seit letzter Woche "breit" gemacht. Liegt es doch an mir und den jetzigen Besitzern von GELI, das Werk und Erbe so lange es geht weiterzuführen. 

Womit ich auf das Werk überleiten möchte.

Jenes Modell, das wohl eines der begehrtesten ist, seit es erstmals auf den Preislisten angekündigt wurde, geht in die finale Phase. 

Die Grumman F-14 Tomcat.

Die Konstruktion ist fertig und wird in den nächsten Tagen erstmals gebaut werden. Eine Besonderheit ist die Tomcat allerdings. Es ist das einzige Modell, dass weder auf Zeichnungen noch auf einen gebauten Prototypen von Hrn. Wittrich basiert. Ich hab mich ganz grob an das seinerzeit im alten GELI Geschäft gemachte Foto gehalten, nur war es mir unmöglich, die Konstruktion irgendwie zu übernehmen. Somit ist die Tomcat eigentlich meine erste eigene Konstruktion für GELI. Auch irgendwie seltsam....

Wenn ich mir die Konstruktion so ansehe, dann ist da natürlich eine gewisse Einfachheit zu erkennen, andererseits habe ich vielleicht einige Details "eingebaut", die es bei den klassischen GELI Konstruktionen so nicht gegeben hätte. Wie dem auch sei, mit diesem Modell komplettiert sich die ursprüngliche Modellpalette.



Die Kenner unter euch werden gleich bemerkt haben, dass der Anstrich jener der "Sundowners" ist. Warum? Hm, so wirklich weiß ich es nicht, aber es könnte sein, dass "Miss Molly", eine durchaus dralle Lady im Stil der Pin Up's den Ausschlag gegeben hat :-)

Die Tomcat wird mit 7 Teilebögen und 2 Spantenbögen ein äußerst umfangreiches Modell sein. Ungewöhnlich, denn Modelle in dieser Größe, wie die Phantom oder Thunderchief kommen mit deutlich weniger Teilen aus. Wobei die aber eine weitaus einfachere Rumpfform haben. Andererseits ist die MiG 29 ähnlich "gebaut". Hm, also doch schon ein gewisser Einfluss von mir mit einem gewissen Hang zur Genauigkeit...

Egal, ich hoffe, dass euch dieses Modell gefallen wird und wir damit Karl Wittrich nie vergessen mögen.

24. März 2021

Schön langsam zieht der Frühling ins Land, es wird wärmer (nicht nur jahreszeitlich sondern auch klimabedingt) und ein kleiner Quälgeist hat die Welt seit einem Jahr fest im Griff und wird es (wahrscheinlich) noch länger tun - leider. Daheimbleiben ist eines der Mittel um sich zu schützen und man möchte meinen, dass es gar nicht so schlecht ist - ist doch das Hobby Kartonmodellbau geradezu perfekt dafür.

Es gibt nur ein Problem dabei - nach gut 5 Monaten ohne Kontakt zu Freunden (gelegentliche Telefonate sind zwar nett, ersetzen aber nicht reale Treffen) oder dem Besuch beim Wirt seiner Wahl fällt einem die Decke unweigerlich auf den Kopf. So auch mir und von Zeit zu Zeit ist die generelle Lust auf alles dahin. Da mag man einfach nicht mehr. Da sitzt man nur mehr herum, fragt sich was das alles soll und wohin alles noch führen wird. Naja und dann mag man auch nichts mehr zeichnen oder konstruieren.

Deshalb liegt das letzte fehlende Modell aus der GELI Serie erstmal auf Halde. Es geht einfach nicht mehr. Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder die Lust dazu finde.

Vielleicht ist gerade dieser Umstand dafür verantwortlich, dass ich ein altes Projekt wieder ausgegraben habe. Ich glaube, dass ich letztes Jahr mit der DeHavilland Sea Vixen begonnen habe. Zuerst nur als Idee, dann konkreter, nur um dann alles wieder ad acta zu legen - wie üblich. Seit ein paar Tagen arbeite ich wieder daran. Wohin die Reise gehen wird, weiß ich nicht. Mal schaun was die Zukunft so bringt.


Zum Schluss dieses irgendwie depressiven Beitrages (ich hab mich bemüht es nicht noch düsterer zu machen) gibt es etwas Positives. Mit Zustimmung von kartonbau.de stelle ich hier den Downloadlink zum GELI Modell #70 rein. Damit erspart man sich die Suche danach - es gibt aber, und das muss so sein - eine kleine Hürde. Ihr müsst euch registrieren, damit ihr euch das Modell runterladen könnt.

Viel Spass!

17. Januar 2021

Gute Güte, dass neue Jahr ist schon über 14 Tage alt und ich hab noch nix geschrieben! Anscheinend befindet sich der Blogschreiber auch in einem Lockdown.... ok, über dieses Thema und den dahintersteckenden kleinen fiesen Virus schreib ich jetz nix, da kann sich jeder selber seine Gedanken machen.

Ich hoffe allerdings, dass es euch allen gut geht und alles ehestmöglich vorbei ist. Die ganze Sache ist mittlerweile schon richtig zäääääh....

Was gibt es Neues? Wenig und doch viel.

Wenig insofern, als dass ich die F-14 vorerst "ruhend" gestellt habe. Leute, das Ding bringt mich zur Verzweiflung. Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig. Oder besser gesagt, ich hab mich da irgendwo bei der Konstruktion verrannt aus der ich keinen Ausweg finde. Vielleicht hab ich aber auch nur das Pferd vom falschen Ende aufgezäumt. Wie auch immer - Sackgasse. Aber, und das weiß ich, ich werde da wieder rauskommen! VERSPROCHEN!

Die BAE 146 ruht ebenfalls. Da gibt's Probleme mit dem Hauptfahrwerk. Das muss ich unbedingt neu machen, weil es einfach viel zu wackelig und unstabil ist.

Was ist jetzt viel neu? Naja, ihr wisst ja, dass ich die bis auf die GELI Classic Bögen alles restauriert habe und jetzt eigentlich nix mehr da ist. Deshalb hab ich schon vor einiger Zeit ein wenig mein Hirn eingeschaltet und überlegt, wie man die bisherige "Produktpalette" (klingt das nicht geschwollen?) ergänzen könnte. Welches Flugzeug könnte da reinpassen, was fehlt, was würde der Kunde wünschen (wobei ich da keine Ahnung habe, was ihr gerne haben möchtet) usw....

Und irgendwann dachte ich mir - die F-8 Crusader wär doch was. Ein klassisches Gerät aus dem kalten Krieg, passt irgendwo zwischen Starfighter, F-100, Phantom, F-105 rein und ist vom Design her fast ein klassisches GELI Modell. Keine komplizierten Formen, alles mehr oder weniger gerade - perfekt.

Ich hab mich dann an die Arbeit gemacht und vorerst ist DAS rausgekommen



Wie sich alles zusammenbauen lässt wird sich noch zeigen. Es dürfte aber keine gröberen Probleme geben - ein wenig weiß ich ja schon, wie meine Konstruktionen sind ;-)

Ob es ein völlig neues GELI Modell wird, das erstmals nicht aus der Hand von Hrn. Wittrich stammt, muss ich natürlich noch abklären. 

Das wären vorerst die Neuigkeiten. Ich hoffe, dass man sich heuer noch irgendwo, irgendwann sieht und trifft!


15. Dezember 2020

 hohoho!!!!

achso, bei uns kommt ja das Christkind!

Schepper, Glockenklang oder mit was auch immer sich der Kleine ankündigt :-)

Lassen wir das und widmen uns den wichtigen Sachen im Leben - GELI-Modelle!

Da ist jetz nach einer Flaute im November wieder eine stramme Brise in den Segeln und somit hat das Konstruktionsschiff richtig Fahrt aufgenommen. In den letzten Tagen hab ich endlich den Lufteinlass fertig bekommen - der hat mich wirklich Nerven gekostet, weil ich einfach keine Ahnung hatte, wie ich den machen soll. Aber, und das ist das Erstaunliche daran, vor ein paar Tagen hatte ich gleich nach dem Aufwachen in der Früh (war so um 0500 rum) eine Idee, die sich als goldrichtig herausstellte. Fragt mich nicht, was in meinem Kopf rumspukt, dass einem so etwas quasi im Schlaf einfallen lässt. Egal, es hat funktioniert. 


Ähnlich war es beim Schwenkmechanismus für die Tragflächen. Da wollte ich schon kapitulieren, weil die Schwenkachsen so weit auseinander sind, dass die Zahnräder riesig geworden wären und irgendwie der halbe Rumpf und die Triebwerke hätten aufgeschnitten werden müssen. Irgendwann in den letzten Tagen kam dann ebenfalls auch dem Nichts ein Gedanke, der funktionieren könnte - ein paar Hilfskonstruktionen hab ich schon, aber nichts was man herzeigen könnte.

Leichtes Spiel hatte ich beim Cockpit. Bei meinen IPMS Modellen war/ist das immer wieder eine fürchterliche Plage, die richtig zu platzieren, den Rumpf entsprechend anzupassen usw. (der ganze Konstruktionsweg dahinter is recht kompliziert)

Hier hab ich anscheinend von Anfang an den Rumpf in der richtige Form gemacht, so dass der Rest ein Kinderspiel war. 

et voilá...


Wie bei GELI üblich ist es nicht sonderlich detailliert - wäre auch nicht Sinn der Sache - aber trotzdem recht ansprechend. Dieses Cockpit dürfte wahrscheinlich eines der Aufwändigsten sein.

Die Herren Piloten sollten auch vor allem möglichen geschützt sein und deshalb gibt's - ÜBERASCHUNG - eine Cockpithaube :-) Die ist vorerst aus verschiedenen Randlinien konstruiert, nicht abwickelbar (weil es keine geraden Linien gibt) aber so sollte sie am Ende ausschaun. Die Flächen werden jetzt virtuell geschnitten und daraus lässt sich dann eine baubare Cockpithaube erstellen.



Und weil ihr euch wahrscheinlich fragt, wie denn jetzt die vorläufige F-14 ausschaut, gibt's dieses Bild.




Unschwer zu erkennen ist, dass das Leitwerk und die Höhenruder fehlen. Ebenso das Fahrwerk. Aber das alles der Reihe nach. 

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die F-14 etwas Besonderes wird. Nicht nur weil es das für mich letzte originale GELI Modell ist, das ich bearbeite, sondern auch deshalb, weil dieses Modell so lange auf den Preislisten angekündigt wurde und nie erschienen ist - und wir alle sehnsüchtig darauf gewartet haben. Natürlich wurden andere Modelle auch angekündigt, aber da ist trotzdem noch was. Keine Ahnung, vielleicht fällt es mir wieder im Schlaf ein :-)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Weihnachten und vor allem - bleibt gesund! Aber das is ein anderes Thema....

7. November 2020

Das Jahr - ein, wie ihr mir zustimmen wird außergewöhnliches - neigt sich bestimmt und unwiderruflich dem Ende zu. Ja eh, is jedes Jahr so im November.....

Was sich ebenfalls dem Ende zuneigt, und das macht mich vielleicht ein wenig traurig, ist die Rekonstruktionsphase der GELI Modelle. Mit der F-5, Do-17Z, MiG 25 und der Fokker 50 liegen die letzten originalen Modelle auf dem virtuellen Zeichentisch. Die bisher nicht erschienenen Harrier, Jaguar und BAE 146 ergänzen diesen Block.

Hmm, ääähhhm... da is aber noch ein Modell werdet ihr euch jetzt fragen. Da gibt es doch noch die niemals erschienene #61? Die Grumman F-14 Tomcat. Ja genau. Das Tomkätzchen. Vielleicht eines der markantesten Flugzeuge das je geflogen ist. Für immer in den Filmen "Der letzte Countdown" und "Top Gun" verewigt (wobei ich den ..letzten Coundown bevorzuge). Und bekannt für die in den 70er und 80er Jahren zum Teil äußerst auffälligen und bunten Tailcodes der jeweiligen Staffeln.

Was ihr wahrscheinlich nicht wisst, ist, dass, wenn ich Serien sammle, sie dann komplett sein sollte. Und nachdem jetzt alle GELI Modelle restauriert sind und die 14er fehlt, hab ich vor gut einem Monat mit der Rekonstruktion damit begonnen. Unterlagen gibt es leider keine - wie schon beim Jaguar. Folglich wird alles von Grund auf neu gezeichnet und konstruiert. Beim Jaguar war es relativ leicht, weil die Form des Flugzeuges recht einfach gestaltet ist. Kreise, abgerundete Rechtecke und das wars.

Die F-14 ist bekanntermaßen ein ganz anderes Kaliber. Der vordere Rumpf ist relativ leicht. Aber ab den Lufteinlässen wird es wirklich kompliziert. Schaut euch Fotos der 14er an, dann könnt ihr euch ein Bild davon machen. Ja, ehh, schaut eh leicht aus. Oben und unten ein gerader Mittelteil, Lufteinlässe rangeflantscht und paaaast schon. Die Flügel sind so irgendwie... genau so irgendwie.... Der Querschnitt geht von einem ungefähren W-förmigen Profil am vorderen Ende der Lufteinlässe in einen geraden Teil über, nur um dann weiter hinten von den Triebwerken durchbrochen zu werden. Ich denke ihr kennt euch aus.    

   

Lange Rede - kurzer Sinn, das ganze Werkel ist äußerst kompliziert. "Erschwerend" ist dabei auch, dass es kein IPMS Modell wird, sondern ein GELI Modell. Heißt nix anderes, relativ leicht zu bauen mit einer überschaubaren Teileanzahl. 

Ich muss da höllisch aufpassen, um nicht in allzu viel Detailverliebtheit reinzufallen. Eher mal ein "paaast eh" zuzulassen als stundenlang an einem Übergang rumzufeilen. Was aber nicht heißen soll, dass alles ungenau ist! Das geht nicht - auch nicht bei GELI!

Eine überaus reizvolle Erfahrung die ich da mache. Im Grunde beherzige ich wie immer nur einen einen Ausspruch von Sergey Koroljow der meinte, dass "die Genialität in der Einfachheit liegt. Kompliziert bauen kann jeder".

Wann die F-14 und die anderen Modelle veröffentlich werden, weiß ich noch nicht. Den "Termin" jedes Jahr im März anlässlich der GoMo in Wien gibt es, wie ihr vielleicht schon gelesen und gehört habt, nicht mehr. Eine weitere Sache, die mich ein wenig bedrückt. Aber wie ein gewisser Robert Zimmermann aus Duluth, Minnesota, 1964 schon gesagt hat "The Times they are A-changing". 

21. September 2020

 Vor 3 Monaten der letzte Beitrag? Also das muss sich ändern!

Der Blogschreiber hat ja neben seinen Kartontätigkeiten auch noch andere Vorlieben. Vinyl ist nicht mehr das große Thema. Hab schon jede Menge davon, die Klassiker, die einen interessieren sowieso und - mit Verlaub - vieles das neu ist, ist zwar gut, aber dann doch nicht so gut, dass man gleich die ganze Platte kauft. Naja und von den "großen Alten" gibts ja nicht mehr viele und was sie machen ist oft auch nur mehr ein Schatten ihrer großen Zeiten. Ebenso, aber nicht ganz so schlimm ist es bei Filmen. Das Archiv bietet noch Platz, aber die Klassiker hat man ebenso. Etwas anders ist es da mit Neuproduktionen - da gibt es zum Teil wirklich Erstaunliches.

Eine Vorliebe hat sich in den letzten gut 5 Jahren aber ganz klar an die zweite Stelle "geklemmt". Klemmbausteine. Auf den Fotos nur eine ganz kleine "Auswahl" meiner Sammlung. Vieles, vor allem die ganz großen Modelle sind säuberlich zerlegt und in Kisten verstaut.


 

Aber die Konkurrenz schläft nicht und dabei sind Firmen aus dem fernen China im Vormarsch. Mit einer Ausnahme - COBI. Die hat ihren Sitz in Polen und erstaunlicherweise wird ausschließlich in Polen produziert. Was ich sehr begrüßenswert finde! Deren Modelle sind vorwiegend im militärischen Bereich angesetzt. Panzer (hervorragend), Schiffe (wahre Brecher), Flugzeuge usw. Die Qualität der Steine steht jenen aus Dänemark in nichts nach. Teilweise gibt es sogar Spezialsteine, die man sich von LEGO sehnlichst wünschen würde - z.B. Steine bei denen man die Baurichtung umkehren kann.... ganz großes Kino! Als Beispiel sind hier 3 Panzer zu sehen - ein FT17, ein Mark I, einer aus der Serie "World of Tanks" (hat irgendwas mit der schwedischen Band Sabaton zu tun), das Schlachtschiff Yamato, das die 3 Dinosaurier aus dem LEGO House (ein Exclusive Model, dass man nur dort bekommt) zum Fressen gern haben, der Mörser Karl (die limitierte Version mit ein paar Männchen und den Stacheldrahtgestellen mehr) und noch ein LEGO Modell - Central Perk aus der Serie "Friends"




Eine der ganz großen Firmen aus China ist Xingbao. Für mich sind sie unter den teilweise schon fast inflationär aus dem Boden spießenden Firmen die Besten. Sie entwickeln eigene Modelle (viele andere kopieren sich zum Teil gegenseitig und manches liegt sogar in einer rechtlichen Grauzone) und als Beispiel dafür steht eine chinesische Pagode. Knapp 6800 Teile sind jede Menge Bauspaß - wenn auch vieles mehrfach wiederholt gebaut werden muss. 



Einen ganz anderen Weg geht BlueBrixx. Diese Firma hat ihre Zentrale in der Nähe von Frankfurt und entwickelt ebenso eigene Modelle, lässt die Steinchen in China produzieren, deckt aber so ziemlich jede nur erdenkliche Sparte ab. Hervorzuheben sind ihre Eisenbahnmodelle. Ich hab noch keines davon gebaut, dafür aber jeweils eines aus dem Bereich Architektur und Science Fiction. Den Eagle (aus Mondbasis Alpha 1) und das Schloss Neuschwanstein. Beides sind sehr anspruchsvolle Modelle bei denen man viel Geduld braucht. So schnell ma zusammengeschustert is nich....




BlueBrixx gefällt mir, wenn es auch viel Kritik an ihnen aus der "Szene" gibt. Warum weiß ich nicht - Neid dürfte da aber wohl mitspielen (was ich nicht hab, sollst du auch nicht haben.... bescheuert, aber so is der Mensch halt) Mir is es egal, was da gedacht oder geschimpft wird. Ich bau was mir gefällt, und wenn ich heute LEGO zusammenbau und morgen weiß Gott welche Firma, dann kann.... ihr wissts eh was :-)

Eine "Sparte" gibts noch - MOC's - My Own Creation. Dafür gibt es eine eigene Plattform - REBRICKABLE 

Auf dieser Seite gibt es Bauanleitungen und Teilelisten für Eigenkreationen von teilweise wirklich begnadeten Designern. Ich hab mir da auch schon das eine oder andere Modell besorgt - allen voran ein Sternenzerstörer mit knapp 16.000 Teilen. Aufgrund der schieren Größe (gut 1m Länge) ist dieses Modell wieder in der Aufbewahrungskiste.




Auf dem dritten Bild ist die Tantive IV drauf - die gehört eigentlich nicht zu diesem Modell, aber wer den einzig und wahren ersten Teil von Star Wars (aha, da is er, der Filmfreund) gesehen hat, weiß, welche Szene ich da nachgestellt habe :-)

Ich würde euch noch gerne Fotos von Modellen zeigen, die ich gebaut habe, aber wie schon erwähnt sind viele wieder zerlegt und verpackt - ich hab einfach nicht den Platz dafür.

Wie auch immer, die Klemmbausteinsucht hat mich voll im Griff. Mir gefällts und darum gehts!