29. April 2020

Wie es ausschaut, haben wir das Gröbste in Sachen Corona überstanden. Was noch kommen wird, vor allem wirtschaftlich, steht weit hinter den Sternen - wäre interessant zu wissen, wo das ist und wie es dort ausschaut. Quasi vor Raum und Zeit und all den wichtigen und noch mehr unwichtigen Sachen die uns beschäftigen.

Ok, zurück zu realeren Sachen.

Wer die neue Boeing 737 bereits erworben hat, wird bemerkt haben, dass mir da zwei blöde Fehler unterlaufen sind. Einerseits hab ich 2 Spanten für die Triebwerke vergessen - da hab ich bereits einen kleinen Download hier reingestellt. Es sind zwei kreisrunde Scheiben mit knapp 2,5cm Durchmesser (Teile 207 und 241).

Das zweite Malheur ist "weniger" tragisch. In der Bauanleitung war bei fast allen Modellen immer eine Legende zur Geschichte des jeweiligen Flugzeugtyps dabei. Bei der 737 (die übrigens keine Legende hat) hab ich, wie bei allen Modellen, eine Vorlage verwendet (zwecks Textformatierung usw.) und dabei ist mir die Legende der F-15 reingerutscht. Bitte wundert euch deshalb nicht, dass die 737 das "zur Zeit schlagkräftigste und beste Waffensystem der Welt ist" und sogar "Atomwaffen" mitführen kann :-)

Wer trotzdem eine Legende haben will - so ähnlich könnte sie sein:

Die 737 ist eines der meistgebauten und - abgesehen von der sehr unglücklichen 737 MAX - auch eines der erfolgreichsten Verkehrsflugzeuge der Welt. Seit 1967 wird sie immer wieder erweiterten und gestreckten Varianten gebaut.

Was gibt es Neues aus dem Rekonstruktionsbüro? Eigentlich nicht viel. Zur Zeit bearbeite ich die Fokker 50. Die ist vom Farbschema mit Abstand das am wenigsten aufwändige Modell (ich komm aber trotzdem kaum wirklich weiter). Ein eigenes Thema dabei sind allerdings die Spanten. Ich hab da zwei Vorlagen, die verglichen mit den ursprünglich gedruckten Spantenbogen, verschiedene Größen haben. Einer ist zu klein, der Andere zu groß und ob die gedruckte Version passt, ist ebenso fraglich. Ihr könnt euch selber ausrechnen, was da los ist. Da hilft wahrscheinlich nur ein Probebau - den ich sowieso machen muss. Ansonsten wird fast alles gleich bleiben. Die üblichen Korrekturen der Rumpfteile sind sowieso obligat, die Beschriftungen an den Triebwerken werden angepasst (waren zu groß) und ich werde mir erlauben, die gepunkteten Flächen zu entfernen. Die sehen irgendwie...naja aus.

Vom 1.- 3.Mai wäre auch das jährliche Kartonmodelltreffen in Mannheim gewesen. Da hat uns allen der Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade, ich hatte mich schon darauf gefreut. Wer aber trotzdem am Treffen dabei sein will, wenn auch nur virtuell, sollte bei kartonbau.de reinschaun. Die Betreiber werden am Wochenende schon vorher erstellte Beiträge freischalten, bei denen hoffentlich jede Menge Leute, die heuer dort dabei gewesen wären, ihre Modelle präsentieren. Ich finde die Idee recht witzig. Leider ersetzt es nicht den persönlichen Kontakt und das gesellige Beisammensein.

Das war es wieder einmal. Ich möchte mich nochmals für die Fehler bei der 737 entschuldigen und hoffe, dass ihr uns auch weiterhin treu bleibt.

Nachtrag 1: Ihr habt wahrscheinlich auch schon gesehen, dass es Zusatzspanten für die SR-71 gibt. Nein keine Angst, da fehlt nix beim Bogen. Die sind nur zur Verstärkung für die doch sehr großen Rumpfteile gedacht, damit alles etwas stabiler wird. Eine kleine Anleitung ist ebenfalls dabei. Ihr könnt das Modell aber auch ohne diese Spanten bauen.

Nachtrag 2: Ich hab den Bereich "Die Rekonstruktionen" mit der T-2, MiG27 und MiG 29 ergänzt.


25. März 2020

pfuhhhhh....

Der letzte Eintrag strotzte ja nur so von Hurra und GoMo und neue Bögen und....

.... seit 14 Tagen sind wir - fast - alle zuhause und warten, dass die Welt um uns wieder gesund wird. Liebe Kartonkollegen, Freunde usw. DAS hätte sich wahrscheinlich niemand in den künsten Träumen erwartet. Ok, man kennt diverse Filme in denen genau solche Situationen thematisiert werden - Outbreak ist vielleicht der bekannteste davon - aber das genau dieses Szenario Realität wird, nein.

Der Blogschreiber ist deshalb seit über einer Woche zuhause - Homeoffice.

Da jetzt die Fahrt zum und vom Büro entfällt (sind täglich knapp 2 Stunden, die ich mit Sitzen im Zug verplempere) nutze ich die Zeit, um - wer hätte das gedacht - an den noch fehlenden GELI Modellen weiter zu machen. Zur Zeit werkel ich am Hawker Harrier.

Die Unterlagen sind leider in einem kaum brauchbaren Zustand. Nein, da zerfällt nix oder ist sonst wie zerstört, die Zeichnungen sind nur ganz grob mit Bleistift gezeichnet. Bei Strichstärken von fast 2mm ist ein genaues Zuschneiden der Teile für den Probebau so gut wie unmöglich. Deshalb hab ich alles mit meinen elektronischen Helferleins neu gezeichnet.

Ja, eh....

Der erste Probebau war dann streckenweise sehr ernüchternd. Zum Teil haben Teile gepasst, anderswo waren sie völlig daneben. Ergo - das Ding wird digital völlig neu konstruiert. Aber immer so, dass der Originalentwurf (Spantenanzahl, Teileanzahl beim Rumpf usw.) soweit als möglich erhalten bleibt.



Wirklich neu ist der Lufteinlass und die Schubdüsen. Die waren sehr einfach gestaltet und haben nicht wirklich gepasst.


Ja, ich weiß, dass ich da wieder massiv eingreife, aber wie schon bei all den anderen Modellen, bei denen ich es gemacht habe, war es einfach notwendig. Die Modelle werden dadurch vor allem baubar (siehe F-18) und ein klein wenig detaillierter.

Zum Harrier wäre noch zu sagen, dass es ein Mk 1 ist. Ganz leicht an der fast im Rumpf integrierten Cockpithaube und der relativ kurzen Nase zu erkennen. Sonderanstrich wird es hier keinen geben. Einfach RAF grau/grün mit hellgrauer Unterseite.

Yo, dass wäre es wieder einmal aus dem Rekonstruktionsbüro. Hoffen wir, dass der "Ausnahmezustand" schnellstens vorübergeht und sich alles wieder normalisiert. Nicht, dass ich jetzt der "ich muss unbedingt raus" Typ bin (im Gegenteil), aber verschiedene Sachen fehlen einfach - und wenn man nur zu den Kumpels sagt "um 17.00 Uhr beim Lieblingswirt?"

9. März 2020

Grüß euch!

Der Blogschreiber, GELI-Restaurateur und sonstiges ist schon ein wenig aufgeregt - am 14. und 15. März findet im Heeresgeschichtlichen Museum zu Wien wieder die alljährliche GoMo statt und er darf wieder mit einem GELI Stand dabei sein. Heuer leider krankheitsbedingt alleine.

Neuheiten gibts nicht viele, die Arbeiten an der MiG 25 laufen auf Hochtouren und so nebenbei hab ich einen Forumseintrag aus dem Jahre 2007 gefunden, der... naja seht selbst :-)


Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Wendungen das Leben mit sich bringt.

Mit diesem doch etwas kurzen Eintrag verzieh ich mich und bereite mich auf die GoMo vor.

so, was brauch ich? Socken, Unterhosen, T-Shirts, Bastelzeug, die neuen Modelle, die zwei Probebauten..... achja, Wecker nicht vergessen! Ladekabel! Du meine Güte, so viel Zeug....

23. Februar 2020

Grüß euch alle!

Stimmung, Allgemeinbefinden wird besser. Gottseidank!

Letzte Woche startete der Druck der neuen GELI Modelle für 2020 und ich kann euch jetzt schon sagen - WOW! Ich bin ja immer ein wenig stolz, wenn ich sehe, was da aus der Druckmaschine kommt, aber dieses Mal war es noch einen Tick besser. Einerseits weil ich es wirklich geschafft habe, alle Modelle fertig zu bekommen, was ja angesichts der "Ereignisse" der letzten Monate nicht so klar war. Besonders letzten Sommer hatte ich nicht wirklich Hoffnung.... Andererseits sind da schon ein paar wirkliche Highlights dabei. Vor allem auf die F-18 bin ich stolz, weil die ursprünglich kaum zu bauen war und sich die wirklich viele Arbeit gelohnt hat. Auch optisch dürfte sie eine der auffälligsten GELI Modelle bisher sein.

Mittlerweile passt wieder alles und deshalb geht auch wirklich was weiter. Die Do 17Z und die F-5A sind bereits fertig.

Zur F-5A gibt es eine kleine Geschichte, warum sie den Anstrich bekommen hat den ich gewählt habe.

Viele werden sich wahrscheinlich noch an die legendären Airshows in Aviano erinnern. War im Sommer immer Pflichttermin und da wurde alles und jeder zusammengepackt und runtergefahren.

Irgendwann Anfang der 1980er Jahre bretterte auch eine F-5A dort unten herum. An und für sich is die ja jetzt nicht sonderlich spektakulär und ist im Vergleich zu den wirklichen Brechern damals (F-15, Tornado, Phantom, F-111!!!!!) schon ein wenig untergegangen. ABER: sie hatte als eine der ganze wenigen Flugzeuge einen Sonderanstrich und wie ja bekannt ist, hab ich ein Faible dafür. Deshalb is mir die im Gedächtnis geblieben und schon als ich begonnen habe die GELI Modelle zu restaurieren war klar, DER Anstrich kommt auf die F-5A.

Und das hab ich die letzten 14 Tage gemacht. War ein wenig komplizierter als gedacht, aber trotzdem kein wirkliches Problem.

yo, und so schaut der Vogel aus:



Unschwer zu erkennen, dass die aus den Niederlanden kommt :-) Und ebenso unschwer zu erkennen ist, dass die Raketen fehlen und die Teileanordnung ein wenig "aufgelockert wurde. Die ursprünglichen Bögen waren dermaßen vollgeräumt, dass kaum oder gar kein Raum mehr zwischen den Teilen waren.

Die Raketen hab ich deshalb weggelassen, weil die einerseits fürchterlich hässlich waren und soviel ich weiß, die Niederlande diese nie hatten (sind übrigens AGM 12 Bullpup). Dafür gibt es zwei zusätzliche Tanks, die man unter die Tragflächen hängen kann.

Als nächstes kommt die MiG 25 dran. Das wird wieder ein etwas heftigerer Brocken. Aber dazu ein anderes Mal mehr.....

9. Februar 2020

Um Gottes Willen!!!!! Es ist schon Februar 2020!!!!

Wo ist der Jänner geblieben? Irgendwie hab ich den völlig verpennt... nein nicht schlafend auf der Couch und dem daneben laufenden TV Gerät, sondern arbeitend. Genau. Arbeitend. Aber nicht im Büro, sondern - noch - zuhause (der Grund dafür - siehe Blogeintrag vom 29. 12.)

Der 5. Block ist bereits in der Druckerei zur Aufarbeitung, der endgültige Druck dürfte noch im Februar stattfinden, neue Modelle für den 6. Block sind ausgewählt.....

... ach so, viel gab es nicht mehr auszuwählen. Von den originalen GELI Modellen sind nur mehr 4 zu rekonstruieren. Wer immer brav aufgepasst und den Blog mitverfolgt hat, weiß natürlich, welche es sind. Genau, die Dornier 215 (eigentlich ist es eine Do 17Z), die Northrop F-5A, die MiG 25 und die Fokker 50.

Mit der Do 17Z (das wird auch auf dem neuen Titelblatt so drauf sein) habe ich schon begonnen. Da wird es so gut wie keine Änderungen geben. Einzig die Kennung und das Staffelabzeichen werde ich korrigieren, damit es "geschichtlich" passt. Und natürlich die Farben, aber das versteht sich von selbst.

Die F-5A bekommt einen neuen Anstrich, was ich mit den "Raketen" mache, weiß ich noch nicht. Die gibt es zwar, aber irgendwie schaun die fürchterlich aus. Vielleicht ersetze ich sie durch Zusatztanks.

Die MiG 25 wird ein etwas härterer Brocken. Das Modell schaut zwar nicht sooooo schlecht aus, aber wie schon bei vielen anderen GELI Modellen ist der Rumpf ziemlich daneben - speziell die Nase (ein altes GELI Problem). Ebenso passen die Tragflächen und Seitenruder nicht. Da werde ich wieder den virtuellen Zeichenstift anwerfen müssen - man möge es mir zum wiederholten Male verzeihen.

Zur Fokker 50 kann ich noch nichts sagen, die muss ich mir erst genauer anschauen.

Kommen wir zu den Unveröffentlichten: Da liegen 3 Modelle auf dem Zeichentisch.

Hawker Harrier
Sepecat Jaguar
BAE 146

Den Harrier möchte ich im März auf der GoMo erstmals bauen. Nachdem die originalen Zeichnungen nur mit einem ungespitzten Bleistift gezeichnet wurden, dürfte das eine ziemliche "Herausforderung" werden. Da bin ich schon gespannt....

Der Jaguar ist eine Klasse "härter". Da gibt es weder Zeichnungen noch Unterlagen. Rein gar nichts. Nur jenen Prototypen, der seinerzeit im alten GELI Geschäft gestanden ist.


Dieses Modell hab ich mit Lineal und Schiebelehre vermessen und völlig neu konstruiert. Einen ersten Probebau hab ich bereits gemacht und das Ergebnis schaut so aus:


Irgendwie bin ich darauf stolz, denn es passt - bisher - alles hervorragend. Die fehlenden Teile (Höhenruder, Fahrwerk, Cockpit) dürften ebenfalls kein Problem sein.

Kommen wir zur BAE 146.

Das ist dann eine völlig neue Liga. Nicht in Sachen Konstruktion, Zusammenbau, Größe oder sonst wie. Das Problem liegt ganz wo anders. Nämlich bei den Originalzeichnungen. Die schauen auf den ersten Blick ganz gut aus, nichts ist verzogen oder sonst wie nicht verwertbar. Nein, die sind schlichtweg zu groß. Das GELI Format wird zum Teil deutlich überschritten und somit passen viele Teile (Rumpf und Tragflächen) einfach nicht auf die 24,5 x 34 cm. Was tun? Die zu großen Teile vom Rumpf aufteilen wie bei der Boeing 737? Die Tragflächen in noch mehr Teile zerstückeln? Guter Rat war da teuer und deshalb liegt dieses Modell schon seit fast 2 Jahren bei mir daheim. Lösung hatte ich bisher keine.

Irgendwann hab ich, aus welchen Grund auch immer, die Abmessungen mit dem Original verglichen. Mit der Spannweite (ist am leichtesten zu überprüfen) hab ich begonnen und dabei festgestellt, dass jene vom Modell zu groß sind.

Öha, da hat' was!

Als nächstes hab ich den Rumpfdurchmesser kontrolliert - ebenfalls zu groß.

Ui, das ist interessant.

Naja und dann war irgendwann klar, die Originalzeichnungen sind zu groß! Folglich hab ich alles umgerechnet, verkleinert und siehe da, wenn ich die Zeichnungen entsprechend kleiner mache, passt alles auf das GELI Format. Und damit ich mir den Umrechnungsfaktor merke, hab ich einen Zettel neben mir am Regal kleben :-)


Bis ich da anfangen werde, wird es aber noch ein wenig dauern.

So und jetzt zu etwas völlig anderem.

Ich hab neulich mit einem Modellbaukollegen gesprochen und da sind wir auf das Thema SR-71 gekommen. Die ist ja schon seit 2 Jahren im GELI Programm. Das Problem dabei ist, dass das Papier - zumindest bei diesem Modell - ein wenig zu weich ist. Deshalb hat er mich gebeten, ob ich ihm nicht zusätzliche Spanten konstruieren könnte, damit er die zur Stabilisierung einbaut. Und wie das halt so ist, kam uns die Idee, dass wir diese zusätzlichen Spanten für alle "zugänglich" machen.

Ihr braucht dafür nur auf das Bild der SR-71 auf der Startseite klicken und der Rest ergibt sich von selbst. Den Längsspant müsst ihr zusammensetzten (der passt nicht auf A4 Format), die Spanten 1, 4 und 8 ersetzen jeweils Teil 5, 8 und 13 aus dem Originalbogen. Am besten ihr setzt zuerst das Spantengerüst zusammen und klebt dann die entsprechenden Rumpfteile drauf.

Damit sollte sich ein Durchbiegen der Rumpfteile verhindern lassen.

29. Dezember 2019

Grüß euch!

Bevor sich das Jahr 2019 endgültig verabschiedet, noch ein kleines Update.

Wie unschwer zu sehen ist, stammt der letzte Beitrag aus Oktober. Seit damals ist vieles geschehen, dass ich nicht einmal im schrägsten Traum erahnt hätte.

Begonnen hat es eigentlich schon vor langer Zeit (bei irgendeinem der Kartonmodelltreffen in Bremerhaven (2016 oder 2017 - ich weiß es nicht mehr). Damals hab ich irgendwie kräftig danebengehauen (ob es wirklich sooo schlimm war, weiß ich nicht, aber es dürfte einer der Gründe sein). Egal. Belassen wir es dabei, dass es ein "Schas" war. Etwas später ist bei der Arbeit etwas vorgefallen, dass ebenfalls "eine blöde G'schicht" war (zumindest wurde aus einer Mücke eine Elefantenherde gemacht, der Weltuntergang stand kurz bevor und überhaupt...) und damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Letztes Jahr wurde über Sommer alles erstmals richtig akut und gegen Ende des Jahres war die einzige Lösung, dass ich eine Zeit lang daheim bleibe (ärztlich verordnet). Die ganze Sache wurde besser. Scheinbar. Heuer im Sommer verstarb mein Vater völlig unerwartet und wie man sich denken kann, war das das letzte Puzzlestück um meine länger schlummernde Depression vollends ausbrechen zu lassen. Eine feine Sache, sag ich euch. Wenn man keinen Geist mehr für irgendwas hat, keinen Sinn mehr erkennt und einem egal ist, ob es weitergeht oder nicht, dann hilft nur mehr professionelle Unterstützung und diverse chemische Mittelchen.

Seit Spätherbst versuche ich, alles wieder auf eine Reihe zu bekommen, mal geht es besser, mal schlechter, aber eine Tendenz nach oben ist erkennbar. Wie lange dieser Zustand noch anhalten wird - ich weiß es nicht.

So, damit nicht alles so trüb und düster ist, hab ich GOTTSEIDANK meine kleinen Vorlieben. Einerseits hält mich GELI auf Trab, andererseits meine mittlerweile fast schon an Sucht grenzende Begeisterung für LEGO. Darüber schreib ich jetzt nicht, denn da würde ich kein Ende finden :-)

Bleibt nur GELI übrig, über das ich berichten kann. Der 5. Block ist fertig - ich kann es nicht glauben. In den nächsten Tagen schau ich mir noch alles mehrfach an, ob alles passt und dann können die Druckmaschinen angeworfen werden.

Ich hab ja schon in früheren Beiträgen geschrieben, dass dieser Block kein Zuckerschlecken war. Aus der jetzigen Situation betrachtet wird klar, dass mein seelischer Zustand da schon ordentlich mitgemischt hat, dass ich mehr oder weniger alles so chaotisch angegangen bin. Aber, ich hab trotzdem alles geschafft und wenn ich mir die hier herumliegenden Probebauten anschau, kann ich ein wenig stolz darauf sein. Die mehr als notwendigen Überarbeitungen der F-15 und F-18 haben sich äußerst positiv ausgewirkt. Besonders die F-18 ist jetzt ein würdiges GELI Modell (die ursprüngliche Version war so gut wie unbaubar) und das neue Farbkleid eine Augenweide! Ich hoffe, dass sie euch genauso gefallen wird, wie mir. Die F-15 erstrahlt ebenfalls in einem neuen Gewand und mit einem völlig neuen vorderen Rumpf, der einer F-15 entspricht.

Die DC-9 hab ich ebenfalls "angepasst". Das ursprüngliche Modell war von den Abmessungen her eine DC-9 41. Diese ist aber bei den Austrian Airlines nie geflogen, weshalb ich es "gewagt" habe, daraus eine -51 zu machen. Dazu wurden nur 2 Rumpfteile etwas gestreckt und die Aufteilung der Teile auf den entsprechenden Bögen geändert. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben.

Gröbere Änderungen gab es bei der Boeing 737. Wie ihr wahrscheinlich wisst, waren die Originalzeichnungen nicht mehr zu verwenden, weil sie völlig verzogen waren. Deshalb bin ich von einem gedruckten Bogen ausgegangen um dieses Modell irgendwie zu "retten". Was ich da alles gemacht habe, würde jegliches Format sprengen, ich kann es euch im März bei der GoMo in Wien (ja wir sind wieder dabei) dann erzählen. Es war jedenfalls eine mords Arbeit, daraus was zu machen. Irgendwie hab ich aber auch das geschafft und jetzt ist dieses wirklich große Modell ebenfalls fertig und wird im ursprünglich gedachten Farbkleid der ehemaligen Lauda Air erscheinen. Ich kann mich noch an das gebaute Modell im ehemaligen GELI Geschäft erinnern und bin irgendwie stolz darauf, dass es mir gelungen ist, es so hin zu bekommen.

Keine bzw. nur kleine Änderungen gab es bei der Lightning und der Wellington. Die waren die problemlosesten Modelle dieser Serie.

Kommen wir zu den bisher Unveröffentlichten. Da gibt es zwei Modelle aus sowjetischer Produktion. Die MiG 27 und die MiG 29. Die MiG 27 wurde in alten Preislisten als MiG 23 mit der Nummer 54 angekündigt. Daraus ist aber bekanntlich nie was geworden. Beim ersten Betrachten der Zeichnungen fiel mir allerdings auf, dass dieses Modell keine MiG 23 ist, sondern eine MiG 27. Ok, kein Problem. Problematisch waren nur die Passgenauigkeit und das ziemlich wackelige Fahrwerk. Beides hab ich mit digitaler Unterstützung korrigiert und damit erscheint als Nummer 78 die MiG 27 in standardmäßiger Tarnbemalung.

Die Rekonstruktion der MiG 29 gestaltete sich ähnlich. Der Rumpf und die Triebwerke hab ich wie schon bei der MiG 27, basierend auf den ursprünglichen Spanten, völlig neu entworfen. Tragflächen und Leitwerke haben gepasst, das Fahrwerk is ohnehin kein Problem. Als Anstrich hab ich mir ursprünglich eine digitale Tarnung der slowakischen Luftwaffe ausgesucht, den ich allerdings wieder verworfen habe, weil der einfach nicht auf das Modell passen wollte. Zumindest im Bereich hinter dem Cockpit gab es Probleme. Jetzt "erstrahlt" die MiG 29 in einem grauen Kleid der sowjetischen Luftwaffe und erscheint mit der Nummer 81.

Vielleicht ist jemanden schon aufgefallen, dass die Nummer 80 fehlt. Die ist schon für die BAE 146 reserviert, die auch noch auf der Liste der zu rekonstruierenden Modelle steht. Aber das is eine andere Geschichte.

Das wär's für heute und ich denke für dieses Jahr. Es war aus meiner Sicht fürchterlich mit jeder Menge negativen G'schichten. Positiv war eigentlich nur mein Besuch in Billund. Ich kann nur hoffen, dass 2020 besser wird.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gutes und positives 2020er Jahr!

23. Oktober 2019

hallo? noch wer da?

Ich hab mich jetzt wirklich erschrocken, als ich gesehen hab, wann ich das letzte Mal hier was reingeschrieben habe....

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Jede Menge. Die "neuen" GELI Modelle sind fast fertig, die Nummerierung der MiG 29 ist gerade in Arbeit. Es folgt noch ein Probebau der Fulcrum (ich hab beim Anstrich noch ein paar Sachen geändert, die kontrolliert werden müssen) und die DC-9 muss ich auch noch zusammenschrauben. Dann ist der 5. Block - und der mit ABSTAND aufwändigste bisher - fertig. Ok, ein wenig bin ich selber schuld daran, weil ich völlig chaotisch an alles herangegangen bin. So ein Drunter und Drüber hat selten geherrscht.

Nebenbei widme ich mich meiner - mittlerweile - zweiten Leidenschaft. LEGO. Diese "Sucht" habt vor gut 10 Jahren mit dem Kauf eines mittlerweile legendären Modells begonnen. Falling Water aus der Architecture Serie. Das Original wurde von Frank Lloyd Wright in den 1930er Jahren in der Nähe von Pittsburgh erbaut. Die LEGO Version ist leider mittlerweile nur mehr zu absurden Preisen erhältlich.

Damit war der Bann gebrochen und mittlerweile stapeln sich die Schachteln zuhause im Regal :-)

Für alles gibt es irgendwie ein Mekka und das LEGO Mekka schlechthin ist Billund. Ich erwarte jetzt nicht, dass dieses Dorf irgendwer kennt, aber dort, inmitten von Dänemark und umgeben von jeder Menge Gegend, wurde LEGO 1932 gegründet und das erste LEGOland 1968 eröffnet.



Und wie es halt so ist, man muss einmal dort gewesen sein. Und genau das habe ich gemacht. Geplant war ein Besuch im LEGOland und im LEGOhouse. Ich will jetzt nicht endlos darüber schreiben, was man dort alles zu sehen bekommt - es ist schlicht und einfach umwerfend.

LEGOland besteht aus einem Modellbereich (natürlich alles aus Steinchen erbaut) und einem Vergnügungsbereich. Man kann dort wirklich Stunden verbringen und einfach wieder Kind sein. Ja, das geht, auch als scheinbar ach so Erwachsener. Man muss einfach die ganze Ernsthaftigkeit, die einem tagtäglich "versklavt" vor dem Eingang in die sich einzubildende Tonne treten. Dann funktioniert es. Ich hab es getan und keine Minute bereut. Natürlich hab ich auch jene gesehen, die entweder die Tonne nicht gefunden haben oder einfach nicht bereit waren, sich über das zu Sehende zu freuen. Mein Bedauern über so viel Verbohrtheit hielt sich verständlicherweise sehr in Grenzen.

Ich kann hier nicht all die Fotos reinstellen, die ich dort gemacht habe, deshalb nur eine kleine Auswahl der Vielfältigkeit, die man mit LEGOsteinchen hat. Im Grunde ist sie unendlich. Dazu später mehr.




Nach einem mehr als erfreulichen Tag (9 Stunden war ich dort!) hab ich mir gedacht, dass das wahrscheinlich kaum zu überbieten ist..... denkste....

Der Besuch des LEGOhouse einen Tag später hat mir dann gezeigt, WAS alles geht. Eröffnet wurde es 2017 und es ist im Grunde eine riiiiiiiiiiiesige (Beton)Schachtel mit Abermillionen von bunten Steinchen, durch die man sich durchwühlt und Modelle baut, die einem gerade in den Sinn kommen.



Ok, ganz so ist es nicht, aber nah dran. Ausgehend vom obersten Stockwerk, baut man sich durch verschiedene Themenbereiche bis in den Keller durch. Zwischen all den Wühlkisten gefüllt mit Steinchen, aus denen man bauen kann was man will, stehen natürlich von Profis gebaute Modelle. Wie schon im LEGOland gibt es keine Grenzen der Vielfalt und das Staunen, was man alles bauen kann ist endlos.




Ist man dann irgendwann in der Eingangshalle angekommen (glaubt mir es dauert Stunden) wird einem auf einer Wand die Unendlichkeit erklärt. Dazu braucht man nur 6 Steine (2x4). Nur damit hat man schon über 915 Millionen Möglichkeiten, diese zusammenzubauen. 




Jetzt kann jeder/jede für sich selber ausrechnen, wie viele Möglichkeiten es dafür gibt, wenn man einen nicht allzu großen Bausatz, mit, sagen wir mal 500 Steinen, hat. Die Unendlichkeit wird dadurch wahrlich greifbar.....

Im Untergeschoss erwartet dann einen dann noch die LEGO Geschichte (wirklich interessant) und der - wie ich es nannte - Heilige Gral. Ok, Mekka, Heiliger Gral, ich hab es mit den Religionen nicht so genau :-) Eigentlich heißt dieser Raum "History Collection". Is natürlich richtiger. In diesem Raum sind Modelle ausgestellt, für die man mittlerweile hunderte von Euro hinblättern muss (weil nicht mehr im Handel) und - für mich besonders emotional - Modelle die ich als Kind hatte und mit denen ich wirklich VIEL Freude hatte. All das zu sehen war äußerst ergreifend....




Dass die jeweiligen Besuche jedes Mal in einem LEGOshop geendet haben, brauch ich glaub ich nicht erwähnen. Daran führt kein Weg vorbei und das war ein, wenn auch kleiner, zusätzlicher Grund, da raufzufahren. Denn es gibt dort Modelle, die es sonst nirgends gibt und als Sammler ist man natürlich bestrebt ein paar davon zu kaufen :-) Bausparer, Sparefrohs und all jene, die die Reichsten auf dem Friedhof sein wollen, sollten da aber nicht reingehen. Es führt garantiert zu einem Begräbnis des Kontos, glaubt mir!

Ich weiß nicht, ob meine Begeisterung für die kleinen bunten Steinchen aus Dänemark ein wenig rüberkommt. Es ist einfach faszinierend und erstaunlich, was man daraus alles machen kann. Es waren 4 äußerst erfreuliche Tage die ich nicht missen möchte und die mir ein wenig gezeigt haben, dass nicht alles bierernst sein muss/soll. Jaaa, es lässt sich leider nicht vermeiden (die Arbeit ist so ein Kandidat wo, zumindest bei mir, jegliche Kreativität und Phantasie gnadenlos abgeschafft wurde und sture Befolgung von Anweisungen an der Tagesordnung ist, nicht zu vergessen die oft peinliche Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit). Aber abseits davon kann und sollte man hie und da einfach den ganzen negativen Scheiß der einen permanent umgibt einen gehörigen Tritt geben (oder wieder eine Tonne verwenden) und sich nur dem widmen, was einem Spaß macht und stundenlang alles vergessen lässt. Und wenn man dann draufkommt, dass man vergessen hat etwas zu kochen, kann man immer noch einen Pizzadienst anrufen :-)