18. Januar 2016

Huch, schon wieder ein Eintrag! Aber es gibt auch einiges zu erzählen.

Wie schon beim ersten Block von Rekonstruktionen gibt es auch beim Zweiten ein neues altes Modell, dass bisher nur als Prototyp existiert hat. Diesmal ist es die Lockheed SR-71 Blackbird. Dieses wahrhaft grandiose Flugzeug wurde vom nicht minder berühmten Clarence Leonard "Kelly" Johnson entworfen. Gebaut in den ebenfalls berühmten Skunk Works von Lockheed, wurde die SR-71 als Höhenaufklärer eingesetzt. Nebenbei stellte sie zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde auf, die bis heute gelten.

Das GELI Modell zählt ebenfalls zur Superlative. Einerseits durch die Größe von 1m. Andererseits durch die hervorragende Detailierung und durch eine neue Art im Zusammenbau des Rumpfes. Hier weicht Hr. Wittrich von der klassischen GELI Methode, nach der alle Rumpfteile mehr oder weniger Zylinder sind, ab. Abgesehen vom ersten zu bauenden Segment, sind alle weiteren in einen Ober- und Unterteil aufgeteilt. Dies ist durch die spezielle Form des Rumpfes bedingt.



Die wahrhaft riesigen Triebwerke werden dann jedoch wieder im ursprünglichen Stil gebaut. Allerdings wird hier auf eine sehr detaillierte Darstellung geachtet.





Das Cockpit und das Fahrwerk ist dann wieder GELI wie wir es kennen und lieben.

Beim hier gezeigten ersten Probebau waren "leider" erste Änderungen an der ursprünglichen Konstruktion notwendig. Der hintere Teil des Rumpfes hat nicht richtig gepasst und deshalb musste ich diesen Bereich neu konstruieren. Wirklich Freude macht mir das nicht, aber irgendwie sollte, wenn ich schon die Möglichkeit habe, solche Fehler korrigieren. Ich denke, es ist auch im Sinne der GELI Freunde.



Korrekturen die ich ebenfalls machen werde, sind eher zeichnerischer Natur. Die originalen Folien sind durch die lange Lagerung leider verzogen, so dass viele Teile mehr oder weniger verzerrt sind. Deshalb zeichne ich zuerst alle Teile digital nach, damit sie, wie im Falle der Triebwerke, auf beiden Seiten gleich bzw. spiegelverkehrt sind. Räder oder mehrfach vorhandene kleine Teile werden kopiert. Erst danach zeichne ich alles mit Hand nach. Diese Methode hab ich bereits beim Alpha Jet angewandt.



Über die farbliche Gestaltung hab ich gleich zu Beginn schon Überlegungen angestellt. Ganz schwarz geht überhaupt nicht. Alle Linien und die auf dem Foto erkennbaren schwarzen Linien auf der Tragfläche wären nicht sichtbar. Deshalb wird das Modell mit einem recht dunklen Grau versehen. Damit dürfte sich optisch ein recht gutes Ergebnis erzielen lassen.

Zum Schluss noch ein Foto der wahrscheinlich seinerzeit von Hrn. Wittrich gebauten SR-71. Ein wenig verbeult is sie halt :-)