16. Februar 2017

Die GoMo 2017 im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien steht mehr oder weniger vor der Türe und wie in den letzten Jahren wird es auch dieses Mal druckfrische Modelle geben.

In Eigenregie ist in den letzten 3 Jahren der Eurofighter Entstanden. Ich hab ja hier schon oft lang und breit darüber berichtet. Dass dieses Modell es doch geschafft hat, realisiert zu werden, grenzt fast ein Wunder, denn so viele Höhen und Tiefen gab es noch nie.

Für alle GELI Fans gibt es auf der GoMo natürlich auch ein paar Leckerbissen. Aber lasst mich zuerst ein wenig abschweifen.....

Wie der ganze Rekonstruktions- und Restaurierungsvorgang vor sich geht, hab ich hier ja schon öfters beschrieben. Viiiiel Arbeit und Zeit wird da investiert und am Ende hat man eine digitale Version der Bögen. Dass davon noch niemand einen Nutzen hat, dürfte klar sein. Folglich sollte alles auf reales Papier gebracht werden um dann irgendwann in den Händen der Modellbauer zu gelangen.

Und da kommt die Druckerei ins Spiel.

Von mir werden die Daten an die Druckerei übermittelt, diese richtet alles in einem eigenen Prozess her und dann kommt der große Tag des Druckes.

Die Druckplatten werden in die Maschine gegeben und als erstes kommen jede Menge Bögen raus, bei denen die Qualität des Druckes, die Farben usw. geprüft werden. Das ist auch der Moment, vor dem der Blogschreiber, um es unverblümt zu sagen - Angst hat. Denn: gröbere Fehler, die hier bemerkt werden, sind so gut wie nicht korrigierbar. Entweder lässt man es so, oder der Druck muss zwangsläufig verschoben werden. Das wäre der absolute SuperGAU....



Erst wenn alles passt, wird auf die "Tube" gedrückt, die Maschine nimmt Fahrt auf und mit einem Höllentempo werden die Bögen gedruckt. Für mich ist es erstaunlich, mit welcher Präzision und vor allem Tempo die Bögen durch die Maschine jagen.



Diese Prozesse wiederholen sich dann so oft, als es Vorlagen gibt. Die nicht mehr gebrauchten Druckplatten kommen raus, die Neuen rein und weiter geht es mit den nächsten Bögen.



Die GELI Experten werden sicherlich die gedruckten Modelle erkennen.

Auf der Druckplatte sieht man Teile der F-105, auf den farbigen Bögen sind es die FW 190, Hawker Hurricane, Me 110, V-1, Hawker Hunter, Westland Widgeon, Vickers Viscount und die schwarzen Teile gehören der SR-71.

Ist der 4-färbige Druck fertig, geht es weiter mit DER Farbe, welche berühmt für GELI Bögen ist.

Das Silber.

Wir haben das unglaubliche Glück, dass "unsere" Druckerei sich darauf ein wenig spezialisiert hat und es deswegen so gut wie keinen Unterschied zu den klassischen alten Bögen gibt.

Es folgt wieder ein Druckplattenwechsel, Probedruck, Kontrolle und die Angst.... leider. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, denn ich kann noch so viel kontrollieren, das Fehlerteufelchen ist eine gerissene Person.....

Ist alles fertig gedruckt, werden die Bögen gestapelt und recht unspektakulär ein einer Ecke der Halle gelagert :-)



Danach folgt noch das Zuschneiden und "einsackln" der Bögen, das, wie mir gesagt wurde, nicht gerade Begeisterungsstürme hervorruft :-) Wer GELI Bögen in die alten Folien wieder eingepackt hat, weiß, welch fummelige Sache das sein kann.

Damit wären die GELI Modelle fertig und dürfen auf die werte Kartongemeinde "losgelassen" werden.

Ja, und welche GELI Modelle werden jetzt zur GoMo erscheinen?

Habt ihr gerade gelesen :-)