7. Januar 2013

Wer kennt nicht das berühmteste Wahrzeichen der Stadt Salzburg - die Festung Hohensalzburg? Geradezu majestätisch schaut diese gewaltige Burg auf die Altstadt herunter und nimmt jeden Besucher sofort "gefangen".

In ähnlicher Weise thront die Burg Aggstein hoch über der Donau und der Wachau.

Im völligen Kontrast dazu - die Burg Kreuzenstein bei Leobendorf nördlich von Wien auf gerade einmal 266m über der Adria.

Was verbindet nun diese drei Burgen?

Sie waren alles Werbemodelle der Firma Tesa Anfang der 1970er Jahre. Der eine oder andere hat sie vielleicht gebaut oder besitzt noch die Originalbaubögen, die mittlerweile gesuchte und hochbezahlte Sammlerstücke sind.

Warum gerade diese drei Burgen ausgewählt wurden, darüber kann man nur Vermutungen anstellen.

Der geschichtliche Hintergrund ist bei allen dreien fast gleich. Kreuzenstein und Aggstein wurden im 12. Jahrhundert erbaut, Hohensalzburg bereits im 10. Jahrhundert.

Während Hohensalzburg immer wieder aus- und umgebaut wurde und so zu einer der am besten erhaltenden Burganlagen Europas wurde, verfiel Aggstein nach letzten Renovierungsarbeiten Anfang des 17. Jahrhunderts zusehends. Erst in den Jahren 2003 bis 2004 wurde die nunmehrige Ruine wieder in Stand gesetzt.

Kreuzenstein erlebte ein noch schlimmeres Schicksal. Sie wurde in den Wirren des dreißigjährigen Krieges 1645 gesprengt. Von 1874 bis 1906 wurde sie von Johann Nepomuk Graf Wilczek unter Einbeziehung der noch vorhandenen Überreste in der jetzigen Form neu aufgebaut.

Nach diesen kurzen Infos (Quelle Wikipedia) möchte ich die Baubögen vorstellen.

Aggstein: 1:350, 267 Teile, 2 Bögen Bauanleitung, 8 Bögen Teile, 1 Bogen für die Grundplatte




Hohensalzburg: 1:460, 202 Teile, 2 Bögen Bauanleitung, 8 Bögen Teile, 2 Bogen für die Grundplatte





Kreuzenstein: 1:225, 251 Teile, 2 Bögen Bauanleitung, 8 Bögen Teile, 1 Bogen für die Grundplatte




Allen drei Modellen gemeinsam ist die sehr detaillierte Grafik und eine unglaubliche Präzision der Teile. Wenn man bedenkt, dass alles händisch gezeichnet und konstruiert wurde, ist dies umso erstaunlicher.

Interessant ist auch die Art und Weise, wie diese Modelle gebaut werden. Um einen zentralen "Kern" aus mehreren Teilen, die meist den Innenhof der Burgen darstellen, werden die Gebäude, Mauern, Wehrgänge, Felsen usw. spiralförmig nach außen dazugebaut. Während bei Kreuzenstein keinerlei Felsen vorhanden sind, sind bei Aggstein und Hohensalzburg jede Menge davon vorhanden - getreu dem Original. Besonders bei Aggstein kann man ermessen, wie sie einst steil über der Donau aufragte.

Während Hohensalzburg und Kreuzenstein korrekt wiedergegeben werden, entspricht Aggstein keineswegs dem historischen Original. Vielmehr basiert das Modell auf einer Zeichnung des Architekten Eduard Reithmayer, der die Burg mit vielen romantischen Elementen versehen hat, die es in dieser Form auf der Aggstein nie gegeben hat - z.B. der große Bergfried und der serpentinenförmige Aufgang.

Gänzlich unbekannt - zumindest für mich - ist der Konstrukteur dieser drei Modelle. Ich wäre für jedwede Information in dieser Richtung sehr dankbar.

Vielleicht hat noch jemand die eine oder andere Information zu diesen Modellen, die er mir zukommen lassen könnte oder als Kommentar hinterlassen möchte.

Mit den Links zu den offiziellen Internetseiten dieser drei Burgen möchte ich diesen Beitrag abschließen.

Aggstein

Hohensalzburg

Kreuzenstein