16. August 2016

Liebe GELI Freunde, Kartonverbieger und alle anderen auch... mich gibt es noch.

Irgendwie schaffe ich es, recht wenig zu berichten - dabei gibt es jede Menge Neues. Naja so viel ist es auch wieder nicht. Der zweite Probebau des Eurofighter/Typhoon ist voll im Gange und mit der Fertigstellung dürfte in den nächsten 2 Wochen, auf jeden Fall rechtzeitig zur Airpower 16, zu rechnen sein. Leider erweist sich dieses grandiose Fluggerät im Modell als das, was es auch im Original ist - technisch jenseits von allem.

In einem früheren Post hab ich zwar von Schwierigkeiten berichtet, aber auch von leichten Sachen. Naja....

Eifrige Blogleser werden ja meine Modelle zumindest aus den Beschreibungen kennen. War der Lansen noch seeeeeehr einfach "gestrickt", wurden die Modelle im Laufe der Zeit (Himmel das sind auch schon 9 Jahre) immer komplizierter und aufwändiger. Bei jedem neuen Modell hab ich bemerkt, dass ich mich auf eine Grenze zubewege. Mit der F-100 und der MB-339 bin ich da schon am Grenzbalken gestanden.

Beim Eurofighter/Typhoon hab ich aber eindeutig einen Schritt weiter gemacht. Schon während der Konstruktionsphase war da zeitweise ein Punkt erreicht, wo ich einfach nicht mehr weiter gekommen bin. Was dann unweigerlich einen Stillstand und fast Abbruch bewirkt hat.

Beim ersten Probebau gab es Momente, wo ich ebenfalls an eine Aufgabe gedacht habe. Wäre aber schade gewesen. Deshalb - durchbeißen. Der gerade laufende zweite Probebau - das Gleiche. Manche Bauteile sind gerade noch machbar - wohingegen sich andere Teile fast wie von selbst an die richtige Stelle kleben. Ein fürchterliches Durcheinander.

Ganz schlimm wird es bei Teilen, die nicht so richtig "durchkonstruiert" sind, sondern nur irgendwie 08/15 zusammengedengelt sind (ja auch das gibt es). Leider gibt es beim Eurofighter/Typhoon ein paar solcher "Problemzonen". Irgendwie komme ich da auf keinen grünen Zweig, andererseits funktionieren diese Teile ganz gut.

Irgendwie passt aber trotzdem alles zusammen. Zwar nicht ganz so perfekt wie bei meinen letzten Modellen, aber gerade noch so, dass es halbwegs nach was ausschaut.

Das Ganze klingt jetzt nach einem fürchterlichen Chaos. Warum ich gerade bei diesem Modell solche Schwierigkeiten habe, weiß ich nicht. Vielleicht ist es der - leider - gestiegene Anspruch, oder die allgemeine Entwicklung die man durchmacht. Ich weiß es nicht.

Naja, auf der Airpower könnt ihr euch den Eurofighter/Typhoon jedenfalls anschauen und vielleicht gibt es den einen oder anderen Hinweis von euch, wie man was eventuell besser oder einfacher lösen kann.

Etwas erfreulicher ist hingegen, dass auf dem Stand der IPMS (neben meinen eigenen Modellen) auch jede Menge GELI Bögen erhältlich sein werden. Hauptsächlich jene Typen, die entweder auch auf der Airpower zu sehen oder in Österreich fliegen bzw. geflogen sind. Als da wären - die Saab 105, Saab Safir, T-6, Yak-11, Zlin 526, Fouga Magister, Saab Draken. Zusätzlich gibt es noch die Me-109, Spitfire, F-16 und die Alpha Jets.

Auf Wunsch gibt es natürlich wieder signierte Bögen. Einfach den - mittlerweile - bärtigen Blogschreiber anquatschen. Falls ich gerade nicht am Stand bin (wir haben so eine Art Schichtbetrieb) einfach jemanden fragen, der mich verständigt und dann komm ich so schnell es geht vorbei.

Ich freu mich jedenfalls schon auf die Flugshow und auf euch - hoffentlich passt das Wetter!!!!

Die Restaurierung der GELI Bögen werde ich nach der Airpower wieder weitermachen. Da gab es leider ein paar ganz unerfreuliche "Gschichten". Ich hab nämlich die Scans der SR-71 so richtig versaut. Nein, nein, die Zeichnungen sind in Ordnung. Nur beim Einscannen der Blätter ist mir ein ziemlich übler Fehler unterlaufen, den ich GOTTSEIDANK rechtzeitig bemerkt habe. Die Blätter wurden verzerrt gescannt. Warum das passiert ist, weiß ich nicht - jedenfalls war alles, was ich bisher bei der SR-71 gemacht habe, für den berühmten Rundordner.

Gleichzeitig hab ich bei den vorletzten beiden Rumpfteilen ein Detail entdeckt, der mir zwar beim ersten Probebaus etwas komisch vorgekommen ist, das ich aber nicht als Fehler erkannt habe.

Der Rumpf hatte laut Wittrichscher Konstruktion eine Stufe drin, die es am Original nicht gab. Ja, ok, soll so sein. Aber irgendwie ist mir die Sache dann doch seltsam vorgekommen und nach dem Betrachten von Fotos war klar - die muss weg. Deshalb musste ich 4 Teile ausbessern und teilweise neu zeichnen. Was bei einer digitalen Konstruktion keine große Sache wäre, ist bei handgezeichneten Blättern doch recht mühsam. Da darf radiert und gekratzt werden, dass die es eine wahre Freude ist.

Aber das wird schon und wie gesagt - nach der Airpower gehts weiter. Dann hoffentlich wieder mit öfter erscheinenden Blogbeiträgen und ergänzenden Fotos.....