8. April 2018

Der Frühling zieht ins Land und somit wird es wieder Zeit für alle möglichen Aktivitäten. Sofern man sich den außerhäusigen Vergnügungen hingibt und kollektiv die Landschaft überflutet.

Der Konstrukteur und Rekonstrukteur war aber immer ein solcher welcher, der lieber zu Hause geblieben ist und halt seine Modelle zusammengezimmert hat.

Und deswegen jetzt diesen "Schas" von sich gibt :-)

Ok, was gibt es neues aus dem Konstruktionsbüro? ABBA singen ihre Lieder (ja, der Blogschreiber ist ABBA Fan seit.... hm wann? Ewigkeiten auf jeden Fall, wenn nicht länger), der Kaffee - vor 3 Stunden mittels Filtermaschine zubereitet (ich halte nix von diesen Kapsel und "frisch gemahlen" Maschinen) hat mittlerweile die Temperatur und den Geschmack von Kaffeeeis und auch sonst ist alles im grünen Bereich. Ach ja, seine Lordschaft schläft jetzt nebenan, nachdem ER den Sklaven zu finsterster Tageszeit eindrucksvoll darauf hingewiesen hat, dass ER in 5 Minuten am akuten Katzenhungertod sterben wird :-)

Aber das is wahrscheinlich nicht, was ihr lesen wollt, oder?

Gut. Schaun wir uns weiter im Konstruktionsbüro um.....

Links liegt eine halbfertige Saab 105 im eindrucksvollen 40 Jahre Tigeranstrich der Tigerstaffel, stationiert in Linz Hörsching.





Da geht es recht zügig dahin. Oder is es eh normales Tempo, nachdem der Eurofighter... die G'schicht kennt ihr eh zur genüge... anyway, die 105er wird wieder ein recht gemütliches Modell werden, wobei ein paar Tücken hat sie schon. Die Lufteinlässe sind nicht ohne zu bauen, die Tragfläche will auch sehr genau platziert werden, damit kein hässlicher Spalt sichtbar ist und überhaupt is die leider wieder kein Anfängermodell. DA muss ich schaun, dass ich nicht in Halinskische Gefilde abdrifte. Halinski Bögen? Kennt ihr? Dann dürfte eh alles klar sein.

Nirgendwo liegend, sondern nur auf Computer gespeichert liegen die neuen Modelle des 4. Blocks der GELI Restaurierungen.

Die - fast - fertigen Modelle sind (Nummerierung fehlt noch, weil ich die immer am Ende mache)

MiG 19
De Havilland Vampire (kein Foto weil silber und unspektakulär)
Douglas X-3
Hawker Sea Hawk




Hä, wieso ist da das Heck der X-3 zwei Mal vorhanden? Jaaaa, liebe Leute, da hab ich mir eine wirklich verwegene Sache ausgedacht.

Der Originalbogen der X-3 besteht ja aus 1 vollständigen Blatt, einem ca. zu 3/4 gefüllten Blatt und einem 3., auf dem nur die Tragflächen oben sind. Leider bringt man die nirgends auf den anderen 2 Blättern unter. Heißt, dass da jede Menge leerer Raum vorhanden ist.

Bei den Recherchen zum Anstrich (ok, viel gibts da nicht zu recherchieren, weil die einfach weiß angpinselt war) ist mir aufgefallen, dass es, trotz nur einer Testmaschine, verschiedene Versionen gab. Einmal mit weißen Höhenrudern, dann Silbernen, das Seitenruder war einmal weiß, dann wieder mit dem NACA Logo verziert, eine dritte Variante was fast komplett Silber, das Heck einmal weiß, einmal Silber. Gut, welche Version nehme ich jetzt? Beide. Weil, eben, Platz auf den Bögen vorhanden ist/war. Wie die GELI Fans vielleicht wissen, gibt es ein Modell, wo man verschiedene Varianten bauen kann. Genau, die Yak 25. Und deshalb die Idee, es hier genauso zu machen.

Natürlich wird das in der Bauanleitung gesondert vermerkt werden. Eventuell geht sich das 3. Leitwerk auch irgendwie aus. Da muss ich noch schau, wie wo Platz ist.

Die weiteren Modelle sind:

F-106
F-100 (wobei die in einem fürchterlichen Zustand ist und viele Teile fehlen)
Westland Whirlwind
Junkers Ju 88
North American Vigilante

Natürlich gibt es wieder unveröffentlichte Modelle - diesmal die

MiG 23
Mitsubishi T-2

Die F-100 ist wie gesagt in einem katastrophalen Zustand. Es fehlen viele Teile und der Rest ist mehr oder weniger ein Puzzlespiel. Warum Hr. Wittrich dieses Modell aus vielen Einzelstücken zusammengesetzt hat und nicht wie alle anderen Modelle auf eine einzige Folie gezeichnet hat, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Das erschwert jetzt die Rekonstruktion enorm. Aber irgendwie werde ich auch dafür eine Lösung finden.

Die geplanten Anstriche wären für die F-106, Vigilante und F-100 die in den 60er Jahren Typischen. Grauer bzw. silberner Rumpf mit den farbenfrohen Leitwerken. Welche Staffeln in Betracht kommen, weiß ich noch nicht.

Die Whirlwind wird voraussichtlich einen knalligen Royal Navy Rescue Anstrich bekommen, die MiG 23 einen russischen Tarnanstrich und die T-2? Ja, da darf man gespannt sein 😀

Bleibt nur mehr die Ju 88. Die bekommt - nonaned - einen einfallslosen Anstrich der deutschen Luftwaffe. Leider geben die recht wenig an "Spektakel" her. Deshalb hab ich mir etwas überlegt.

Bei den bisherigen GELI Modellen aus dieser - furchtbaren - Zeit, war alles mehr oder weniger fabrikneu. Ich möchte da aber ein wenig "Zund" reinbringen. Nur was und wie? Bei Plastikmodellen kann man alles recht schön auf alt trimmen. Da sehen die Modelle dann etwas realistischer und gebraucht aus. Aber Kartonmodelle und Airbrush? Geht nicht.

Deshalb hab ich in den unerschöpflichen Weiten von Photoshop einmal gekramt und diverse Filter gefunden (naja, hab eh gewusst, dass es die gibt) Einer davon kann bestehende Linien soweit "bearbeiten" dass sie wie Schatten aussehen. Und genau das hab ich versucht und siehe da, es schaut recht realistisch aus. Die Panellinen wirken wie von Öl verschmiert. Perfekt.

So sieht es dann aus und ich denke, dass es ein recht feiner Effekt ist. Für GELI Modelle etwas ganz neues.



Ich hoffe, dass ihr alle mit meinen Entscheidungen einverstanden seid. Im Falle der X-3 ist es schon ein massiver Eingriff in den bestehenden Bogen. Wobei - konstruktiv is ja nix verändert worden, abgesehen von den üblichen Korrekturen, die ich ohnehin mache, wenn z.b. Teile nicht spiegelgleich sind.

Das wärs mit einem diesmal recht langen und ausführlichen Eintrag. Aber es is ja auch viel geschehen.